2014 Basler Zivilschützer bringen die Gewässer im Guldental wieder in Schuss

(Quelle: www.solothurnerzeitung.ch vom 17.6.2014)

Der Zivilschutz Basel-Stadt wird in Mümliswil-Ramiswil und der angrenzenden Gemeinde Beinwil mehrere Wochen im Einsatz stehen. In der Gemeinde besteht Unterhalts- und Sanierungsbedarf an öffentlichen Gewässern. von Josef Tschan-Studer

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Jedes Jahr führt der Zivilschutz Baselstadt einen mehrwöchigen praktischen Ausbildungseinsatz durch. In diesem Jahr findet der WK in Mümliswil-Ramiswil und der angrenzenden Gemeinde Beinwil statt. Als flächenmässig grösste Gemeinden des Kantons Solothurn besteht hier Unterhalts- und Sanierungsbedarf an öffentlichen Gewässern und Möglichkeiten Mann und Material sinnvoll zu beüben.

Bachsperren sanierungsbedürftig

Peter Huber, Chef kantonaler Zivilschutz reagierte sofort, als 2012 von Basel die Anfrage eintraf, ob in der Region Bedarf an einem Zivilschutzeinsatz bestehe; und die beiden Gemeinden um den Passwang sagten nur allzu gerne dem Ansinnen zu. Zwischenzeitlich wurden die Vorarbeiten bis zum Einsatzbefehl vorangetrieben. Während der Zeit vom 25. August bis 19. September werden also pro Woche rund 80 Zivilschützer für die kommunalen Projekte zur Verfügung stehen.

Alleine im Guldental sind 16 Arbeitsplätze festgelegt worden. Darunter auch die im Budget vorgesehene Sanierung der Bachsperre im Winterigraben. Hier stürzte der Bach bis ins Jahr 1985 ungebremst zu Tale und verursachte regelmässig Flurschäden.

Die aufwendig erstellten Sperren und Kunstbauten schufen seit dann Abhilfe. Seither wurde der ordentliche Unterhalt betrieben; aber die Holzkonstruktionen sind nun durchgefault und müssen unbedingt ersetzt werden. Angesichts des steilen Geländes eine grosse Herausforderung für die Basler Zivis und den Baggerführer. Ferner sind der Güggellochgraben und der Gennetengraben in der Planung enthalten.

Letzterer weist ebenfalls einen enormen Sanierungsbedarf auf. Ebenfalls wird im Rahmen dieses WKs der letzten Winter gesperrte Felsenweg mit neuen Sicherungsseilen und Geländern ausgerüstet, die durch Steinschlag zerstört wurden.

Die eigentlichen Baumeisterarbeiten erfolgen durch eine örtliche Bauunternehmung und der Einbau der Holzsperren wird von der Forstbetriebsgemeinschaft (ab. 1.1. 2015 unter dem Namen Forst Thal) begleitet. Dabei achtet man darauf, dass das notwendige Holz nicht zugeführt werden muss, sondern direkt vor Ort gefällt werden kann. Insgesamt werden rund 6200 Arbeitsstunden geleistet.

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