Waldlehrpfad

Waldlehrpfad BalsthalWaldlehrpfad Mümliswilb
 

Die auf dem Lehrpfad in Balsthal und Mümliswil vorgestellten Baum- und Straucharten, zusammen mit dem kurzen Text, können die Vielfalt des Waldes nur andeuten oder erklären. Forst Thal ist überzeugt, dass sich die Schönheit der Natur demjenigen zeigt, der sich mit offenen Augen auf den Waldlehrpfad begibt und anregen lässt, sich näher mit dem Wald und seinen Geheimnissen befasst. 

 

Standort Waldlehrpfad Balsthal:

Standort Waldlehrpfad Mümliswil:

 
Aufgaben des Waldes kurz erklärt:
 
In unserer heutigen Gesellschaft hat der Wald viele wichtige Aufgaben zu erfüllen. Er deckt unseren Holzbedarf, reinigt die Luft und das Wasser, schützt den Menschen und seine Bauten und Anlagen vor Lawinen, Steinschlag und Hochwasser und den Boden vor Erosion, dient den Menschen als Erholungsraum und ist Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Der Waldanteil beträgt heute in der Schweiz 31%, er hat seit Mitte des 19. Jahrhunderts um 70% zugenommen. Das Thal ist sogar 50% mit Wald bestockt.
 
Die Wälder gehören zu den reichhaltigsten Lebensgemeinschaften. Die Pflanzendecke mit Moos-, Kraut- Strauch- und Baumschicht zählt mehrere tausend Pflanzenarten. Diese sind die Grundlage für ein ebenso vielfältiges Tierleben.
 
An dieser Pflanzenvielfalt haben die Bäume mit knapp 50 in der Schweiz heimischen Arten nur einen geringen Anteil. Doch sie prägen den Lebensraum Wald. Sie tragen dazu bei, dass sich im Waldesinnern ein ganz besonders Mikroklima entwickelt. Im Wald ist es feuchter und schattiger als im offenen Land und der Temperaturverlauf ist ausgeglichener. Die Vielfalt der in der Schweiz vorkommenden natürlichen Waldgesellschaften ist enorm gross, entsprechend der standörtlichen Mannigfaltigkeit.
 
Sie ist eine direkte Folge der lokalen klimatischen Verhältnisse (Niederschlag, Temperatur, Sonnen-einstrahlung, Luftfeuchtigkeit usw.) und des geologischen Untergrundes. Die Pflanzensoziologie unterscheidet über 70 verschiedene Waldgesellschaften, von den feuchten Weidenauen- und Erlenbuchwäldern bis zu den trockensten Föhren- und Flaumeichengesellschaften, von den wärmeliebenden Eichen-Hagenbuchenwäldern der Tieflagen bis zu den Lärchen-Arvenwäldern in den Zentralalpen.

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