Totholz oder "Unordnung" im Wald

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Ärgern Sie sich bei Ihrem Waldspaziergang über herumliegende Äste und Baumstämme? Diese „Unordnung“ hat durchaus ihren Sinn? Die Waldpolitik hat zum Ziel, den Anteil an Totholz – stehende abgestorbene Bäume oder liegendes Holz - zu fördern. Für rund 6000 Tiere und Pflanzen im Wald ist es nämlich Lebensraum und Nahrungsquelle. Ein Mangel an Totholz bedroht somit die Artenvielfalt. Totholz kann auch zum Schutz vor Steinschlag und Lawinen beitragen. Die Waldbesitzerinnen und –besitzer und die Forstbetriebe sind bestrebt, die Vorgaben des Bundes zu erfüllen und lassen zum Beispiel nach einem Holzschlag das nicht verwendete Holz liegen.

Allerdings können stehende abgestorbene Bäume eine Gefahr darstellen wegen herabstürzender Äste und Wipfel und sie erhöhen die Waldbrandgefahr. Wegen Hochwassergefahr sollte kein Holz in und an Bachläufen liegen gelassen werden. Sie werden also auch in Zukunft Totholz nicht nur in Waldreservaten, sondern auch in Wirtschaftswäldern finden.

Bundesamt für Umwelt

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