Naturbrunnen für die heissen Tage

Wer an einem heissen Sommertag den sehr steilen Rennweg hochmarschiert ist froh auf der halben Wegstrecke den neuen Naturbrunnen mit frischem Wasser aus dem Reservoir anzutreffen.

Im Auftrag der Einwohnergemeinde Balsthal durfte Forst Thal diesen Brunnen erstellen. Die Installation erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Brunnenmeister der Gemeinde, Marcel Schmid, und der Baufirma Eggenschwiler.

Der nächste Sommer kann kommen.

20190626 074434

20190913 165752

Betriebsausflug

Es war wieder soweit am 14. August fand unser Betriebsausflug statt. 15 Personen von Mitarbeitern und Vorstand nahmen an diesem Anlass teil.
Nach einer Kaffeepause bei der Raststätte Gotthard, war unser erster Halt in Erstfeld. Sogleich ging es weiter mit kleinen Bussen Richtung Gotthard-Basistunnel den wir besichtigen durften. Ein Besuch des Tunnels lohnt auf jeden Fall, nicht nur die Länge des Tunnels ist beeindruckend, sondern wie dieser gebaut wurde. Alleine die Tunnelbohrmaschine ist mit ihren ca. 200m Länge gewaltig.
Damit unfallfrei durch den Tunnel gefahren werden kann, braucht es speziell ausgebildetes Personal für den Unterhalt und die Sicherheit, die in regelmässigen Abständen für Notfälle und Arbeiten üben.
Als Höhepunkt sahen wir, durch ein Fenster vom Nebentunnel aus, einen Zug mit über 200km/h vorbeirauschen.

 Tunnel                                   Tunnel erk

Weiter ging unsere Reise nach Hergiswil bei Willisau. Dort erwartete uns eine Betriebsbesichtigung bei Birrer Holz AG.
Der Inhaber Herr Birrer begrüsste uns sehr herzlich und führte uns anschliessend durch den Betrieb. Dabei war es ziemlich laut, doch das zusehen wie fast alles automatisch gesägt und sortiert wurde, machte das ganze sehr interessant. Er machte uns besonders darauf aufmerksam, wie wichtig die Qualität des Holzes ist, da wir unser «Thaler-Holz» auch an die Birrer AG liefern.
Spannend war auch die eigene Schnitzelheizung, mit der er nicht nur seinen eigenen Betrieb heizt, sondern auch die umliegenden Häuser im Dorf.
Zum Abschluss durften wir noch einen kleinen Apero geniessen.

Birrer Haus                                            Birrer Apero

Die nächste Fahrt führte uns nach Ebikon. Dort konnten wir im Lokal Old Wild West unser Nachtessen geniessen. Wie der Name schon sagt, war auch das Ambiente dementsprechend.

Old Wild West                                                             essen

 

Nicht zu früh und nicht zu spät machten wir uns nach dem eindrucksvollen Tag wieder nach Hause.

Was ist ein Schutzwald?

Hast du dich schon mal gefragt, was ein Schutzwald eigentlich ist?

Ein Schutzwald ist ein Wald der Mensch, Tier, Güter und Infrastrukturen vor Lawinen, Erosionen, Steinschlag und Hangrutsch schützt. Der Schutzwald verhindert das Entstehen solcher Naturereignisse oder bremst sie ab.

Ein Wald der als Schutzwald benutzt werden soll, muss entsprechend gepflegt werden. Diese ist eine der vielen Arbeiten die zur Aufgabe der Forst Thal gehören.

Schutzwald 1

Genauso ein Schutzwald wurde zum Schutz der Kantonsstrasse vor wenigen Wochen in Bad-Klus (Richtung Landi) gepflegt.
Damit ein Steinschlag verhindert werden kann, wurden über 150m3 Holz gefällt.

Aber warum fällt man Bäume, wenn der Wald doch vor Steinschlag und Erosionen schützen soll?
Durch mangelnde Pflege und Bewirtschaftung, wird der Wald überaltert. Das gefährdet die Stabilität und das Aufkommen von jungen Bäumen sodass der Schutz abnimmt.
Die Schutzwaldpflege ist allerdings aufwendig und für das Forstpersonal im steilen und unwegsamen Gelände mit beträchtlichen Gefahren verbunden.

Schutzwald 2             Schutzwald 3

Aus diesem Grund wurde zeitweise die ganze Strasse gesperrt, um mehr Platz zu schaffen. Wo nicht von Hand gefällt werden konnte, kam eine spezielle Maschine zum Einsatz. Der Fällkopf mit einem langen Auslegearm, konnte diese schwer zugänglichen Stellen von Bäumen und Sträuchern befreien.

Schutzwald 4    

Diese Arbeiten wurden in 4 Arbeitstagen erledigt und die Kantonsstrasse ist wieder durch den Schutzwald vor Beschädigungen geschützt.

Wir sind überzeugt, dass sie beim nächsten Vorbeifahren diesen Wald genauere anschauen werden.

Interview mit unserem Forst Thal Mitarbeiter

Ramon Schindelholz

Ramon Schindelholz

Ramon Schindelholz ist 25 Jahre alt und wohnt in Mümliswil. Nach seiner ersten Lehre als Automobilfachmann entschied er sich für eine Zweitlehre als Forstwart und weiter als Forstvorarbeiter.
Seine Hobbys sind Guggenmusig, American Football und Hockey.

Gerne möchten wir dir ein paar Fragen stellen.

1. Seit wann arbeitest du bei Forst Thal?
2014 – 2017: Lehre als Forstwart
2017 – heute: Forstwart, Vorarbeiter

 

2. Was sind deine täglichen Aufgaben?
Lehrlingsausbildung, Holzerei, errichten von Bauten,
führen einer ganzen Jungwaldpflege.

 

3. Lässt sich dein Tag planen oder bestimmt das Wetter dein Tagesablauf?
Dank den Wetterprognosen, lassen sich sogar Wochen planen.

 

4. Wie ist euer Team organisiert? Wer macht welche Arbeit?
Jeder macht alles (meistens), so fühlt sich keiner benachteiligt.
Ausnahme ist die Bedienung des Zangenschleppers, dazu braucht es die Maschinisten - Ausbildung.

 

5. Wie ist das Arbeitsklima unter eurem Team?
Sehr angenehm. Die Freude an der Arbeit und im Team ist gut spürbar.
So macht sogar eine Schlechtwetterphase Spass.

 

6. Was gefällt dir besonders an diesem Beruf?
Die Arbeit im Wald. Die Arbeit im Team und vor allem,
dass der Chef uns nicht ständig kontrolliert 😊.

 

7. Erinnerst du dich an ein besonderes Ereignis bei deiner Arbeit?
Ich bin immer wieder erstaunt, dass manche Waldbesucher uns unseren Beruf erklären wollen.

 

8. Was ist das Besondere an Forst Thal?
Abwechslungsreiche Arbeit.
Von der Holzerei bis hin zum Spielplatzbau ist alles dabei.

 

Vielen Dank für das Interview und wir wünschen dir weiterhin viel Freude an der Arbeit.

Klimawandel

klimawandel 1                      klimawandel 2

Bei der diesjährigen Ausgabe des Weltwirtschaftsforums WEF geht es nicht nur um die wirtschaftlichen Herausforderungen. Das Thema Klimawandel ist in diesem Jahr nicht mehr nur eine Dekoration, sondern ein wichtiges Thema.

Der Klimawandel hat bereits die Forstwirtschaft erreicht. Durch geeignete Vorkehrungen kann diesem Prozess ein wenig entgegengehalten werden.

 

Das Klima verändert sich ständig. Der Wald kann sich an solche klimatischen Schwankungen zwar anpassen, doch momentan verlaufen diese Prozesse viel zu schnell für ihn. Durch eine angepasste Bewirtschaftung und einen dadurch stabilen und vitalen Wald lassen sich viele Effekte abschwächen.

Die Klimaveränderungen stellen den Wald und dessen Eigentümer vor grosse Herausforderungen. Mit dem erwarteten Anstieg der Temperaturen und der Zunahme von Trockenperioden werden sich die Standortbedingungen und dadurch die Waldgesellschaften verändern. Die wärmeren Temperaturen lassen die Waldgrenze ansteigen und fördern eine Verschiebung der Baumartenvorkommen. Zudem nehmen Extremereignisse wie Trockenheit oder Sturm zu und Schädlinge sowie fremdländische Pflanzen und Tiere rücken vor.

Folgen für den Wald

Die Folgen der Klimaveränderung für den Schweizer Wald sind vielfältig. Hier eine Auswahl:

  • unangepasste Baumbestände aufgrund geänderter Standortverhältnisse
  • geschwächte Bäume
  • höhere Anfälligkeit auf Schadereignisse wie Sturm oder Käferbefall
  • erhöhtes Produktionsrisiko für Waldeigentümer
  • mangelnde Schutzleistung der Bergwälder - Kompensationsmassnahmen in Milliardenhöhe

Pflegen und bewirtschaften

Die Geschwindigkeit des Klimawandels droht die natürlichen Anpassungsprozesse im Wald zu überfordern. Der Wald soll deshalb so gestaltet werden, dass die Baumartenzusammensetzung eine möglichst grosse Anpassungsfähigkeit aufweist. Erreicht wird dies durch eine regelmässige Bewirtschaftung der Wälder. Jungwuchspflege, Durchforstung und Endnutzungsschläge ermöglichen einen strukturreichen, vielfältigen und stabilen Bestand; Baumartenzusammensetzung und der Altersklassenaufbau können beeinflusst werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Begründung der zukünftigen Generation, sprich die Waldverjüngung.

Quelle: https://www.waldschweiz.ch

logo mobile jub